Fragen & Antworten

Warum akzeptiert die SGV keine Velotageskarten der SBB? (Sept. 2007)

Die Schiffe der SGV sind nicht für den Velotransport eingerichtet und können auch nicht nachgerüstet werden. Ausserdem sind die Erträge aus einer Pauschalverteilung der SBB äusserst gering und nicht kostendeckend. Deshalb kann die SGV wie die meisten übrigen Schifffahrtsgesellschaften in der Schweiz die Velotageskarte der SBB nicht akzeptieren. Bei der SGV bezahlt der Kunde ein halbes Billett zum Normaltarif, aber höchstens CHF 7 für eine einfache Fahrt oder CHF 10 für eine Tageskarte. Diese Preise sind seit 1997 unverändert. Seit 1998 kann zudem ein Velojahresabo zu CHF 150 bezogen werden.

Wird bei SGV und Tavolago Rückgeld auf Reka-Checks gegeben? (Sept. 2007)

Ja, für alle Leistungen (Fahrpreise, Essen und Trinken). Bis zum nächsten Zehner in Bar, darüber hinaus mit kleineren Reka-Checks.

Warum steht auf meiner Kreditkartenrechnung "SBB", obwohl ich meine Billette bei der SGV gekauft habe? (Sommer 2007)

Die gesamten Kreditkartenabrechungen der SGV werden über die SBB-Saldierungsstelle abgewickelt. Leider ist es aus technischen Gründen nicht möglich, SBB durch "SGV" oder "Schifffahrt Luzern" zu ersetzen. Danke für Ihr Verständnis.

Wieso gibt es kein Gästebuch mehr? (Frühling 2007)

Das anonyme Gästebuch wurde abgelöst durch die Rubrik „Fragen und Antworten“. Dies gibt uns die Chance, Fragen und Kommentare von allgemeinem Interesse direkt zu beantworten.

Warum wird die Fahrordnung der Schiffe nicht im Internet veröffentlicht? (Frühling 2007)

Was lange währt… In wenigen Tagen wird die jeweils aktuelle Fahrordnung (Einsatz aller Schiffe) auf der Website veröffentlicht (unter der Hauptnavigation Schiffseinsätze). Dazu auch ein Legendenblatt mit allen Abkürzungen.

Bau von zwei Katamaranen

Welches sind die Hauptargumente für den beschlossenen Bau von zwei Katamaranen? (alle Fragen vom Frühling 2007)

Der ganz grosse Vorteil ist die grosse Decksfläche auf einem Deck. Damit kann das Schiff mit zwei Mitarbeitenden gefahren und die Gastronomie durch eine Person betrieben werden. Auf Nebenkursen ist nur so ein wirtschaftlicher Betrieb möglich. Zudem ist das Schiff behindertenfreundlich, hat einen relativ niedrigen Treibstoffverbrauch und bei vergleichbarer Geschwindigkeit eine kleinere Wellenbildung als bei einem Einrumpfschiff. Apropos Geschwindigkeit: Diese ist für uns kein Hauptargument für die Anschaffung der Katamarane.

Auf welchen Kursen können diese Katamarane eingesetzt werden?

Je nach Saison, Wochentag und Wetter auf ganz unterschiedlichen Kursen. Primär jedoch als Ersatz für die heutigen Kurse der beiden MS „Pilatus“ und MS „Rigi“, welche mit den zwei geplanten Katamaranen ersetzt werden sollen. Im Weiteren auch für Extrafahrten. Da ist ein grosser Salon auf einem Deck für Gruppen von ca. 60 bis 100 Personen ein häufig geäusserter Kundenwunsch. Und für uns vielfach nur schwer zu erfüllen – ausser es werden (zu) grosse Schiffe eingesetzt, was der Kunde vielfach nicht zu zahlen bereit ist.

Kann je die Zeit von 30 Minuten für die Strecke von Luzern nach Vitznau oder umgekehrt erreicht werden?

Theoretisch ist eine solch kurze Fahrzeit mit einem Schiff möglich, in erster Linie wird dies mit den neuen Katamaranen jedoch nicht angestrebt. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen im Uferbereich und die geringe Seetiefe in der Luzerner Seebucht erschweren eine so kurze Fahrzeit. Möchte man die 30 Minuten trotzdem erreichen, müsste das Schiff die verbleibende Strecke in einer ökonomisch und ökologisch unvernünftig hohen Geschwindigkeit zurücklegen. Man wird jedoch versuchen, das Geschwindigkeitspotenzial der neuen Katamarane im Vergleich zu den bestehenden Schiffen der SGV leicht zu erhöhen, dies um generell mehr Flexibilität im Schiffseinsatz zu erreichen.

Warum müssen die Motorschiffe „Rigi“ und „Pilatus“ ausgemustert werden?

Die fälligen Renovationen würden sehr hohe Kosten auslösen, ohne dass die für den heutigen Schiffskunden vorhandenen Nachteile dieser beiden Schiffe wesentlich verbessert werden könnten. Zudem sind beide Schiffe für Extrafahrten häufig ungeeignet (zu kleinräumige Salons).

Werden beide Katamarane gleichzeitig gebaut?

Nein. Der genaue Zeitplan ist noch offen und hängt auch davon ab, wann die nötige Generalrevision von DS „Unterwalden“ beginnt. Auch sind mögliche Drittaufträge zu berücksichtigen. Der Baustart des ersten Katamarans ist für den Herbst geplant. Wir rechnen mit einer Bauzeit von gut einem Jahr.

Wie werden die zukünftigen Pendler-Frequenzen zwischen den Luzerner Seegemeinden und Luzern beurteilt?

Tendenziell gehen wir von höheren Frequenzen aus. Davon ausgehend, dass weiterhin nur ein Morgenkurs von Vitznau und Weggis nach Luzern geführt wird, ist die Diskussion bezüglich der Katamaran-Grösse nachvollziehbar. Unsere Überlegungen gehen aber eher in Richtung einer Fahrplanverdichtung, was gesamthaft höhere Frequenzen auslösen könnte, die Frequenz auf dem einzelnen Schiffskurs aber sicherlich reduziert. Eine allfällige Fahrplanverdichtung für die Pendler der Luzerner Seegemeinden ist auch stark vom finanziellen Engagement des Kantons Luzern abhängig, da es sich dabei um eine der wenigen abgeltungsberechtigten Schiffskurse handelt.

Lassen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung keine Kritik an den Katamaranen gelten?
 
Doch, der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung schätzen eine konstruktive Diskussion sehr, sind aber auch der Meinung, dass nicht jeder Aspekt und jeder Entscheid öffentlich diskutiert werden muss. Überlegungen bezüglich Strategie und Unternehmensführung basieren vielfach auf einer Fülle von Teilaspekten und gegenseitigen Abhängigkeiten. Manchmal muss dabei ein Faktum etwas zurückgestellt werden, um dafür ein anderes – wichtigeres Ziel – zu erreichen. Darum geht man bei der SGV wie bei jeder anderen Unternehmensleitung davon aus, dass man nicht allen geäusserten Wünschen und Meinungen gerecht  werden kann  bzw. muss.